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Marcel Domeier

Kameras begleiten mich seit nunmehr 30 Jahren und es ist die Fotografie, die immer wieder einen zentralen Punkt meines Schaffens bildet. Durch sie erarbeite ich mir meine Motive in der Malerei, sie ist wesentlicher Bestandteil meiner grafischen Arbeit und sie ist in der Lage, vollkommen selbsttständig für sich zu sprechen.
Nachdem über viele Jahre Mittelformat- und Großbildkameras unerlässlich waren, um professionelle Ergebnisse liefern zu können, habe ich mittlerweile die Kleinbildfotografie (digital und analog) für mich wiederentdeckt.
Ich liebe ihre Dynamik und Schnelligkeit. Sie ist für mich das ideale Medium, zu beobachten und die Unverwechselbarkeit eines Augenblicks festzuhalten. Die Schule der klassischen Fotografie hat aber ? das merke ich immer wieder ? ihre Spuren hinterlassen.
Meine Bilder aus der Serie ? Cars? beschäftigen sich mit den gestalterischen Strukturen vorwiegend älterer Autos, den Attributen ihrer Dynamik, ihrer formulierten Schönheit. Die lebendigen Elemente einer Situation, ein Gesicht, Felsen, Sand, Gischt faszinieren mich ebenso wie die Zeugen ihres Verfalls. So finden sich neben chromglänzenden Oberflächen und leuchtenden Lacken gleichberechtigt Rost, Risse.
Die Welt, in der wir leben, ist keine festumrissene Erscheinung. Vielmehr ist sie eine Stimmung, in permanentem Strömen begriffen.
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